Adobe Creative Days – neuer Input aus der kreativen Wolke

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Adobe Creative Days

Auch wenn der Hersteller des Flügel verleihenden Energydrinks Mitsponsor des Adobe Creative Days war, so ist nach der Veranstaltung doch klar, dass man nicht Fliegen können muss, um in die Cloud zu kommen. Die Creative Cloud macht vieles möglich und einfacher und doch stehen noch viele Fragen dazu im Raum. Spannende Themen rund um die Möglichkeiten der Cloud, die Zukunft der Gestaltung und neue oder verbesserte Funktionen der einzelnen Programme waren Inhalt der Veranstaltung von Adobe am 5. November im Römerkastell in Stuttgart.

Die Creative Cloud – mehr als nur ein Software-Abo

Die Experten von Adobe machen den Anfang. Michael Chaize (Senior Creative Cloud Evangelist), Jason Levine (Worldwide Evangelist) und Rufus Deuchler (Senior Worldwide Design Evangelist) zeigen, was die Cloud beinhaltet und kann.

Der Abonnent der Creative Cloud ist klar im Vorteil: ihm werden alle wichtigen Updates immer sofort über die Cloud angezeigt und zum Download angeboten. So ist es Adobe möglich neue Features sofort einzuspeisen und Bugs unkompliziert zu beheben.

Über die Cloud kann der Nutzer aber auch Pinsel, Einstellungen und Ansichten der einzelnen Programme einfach zwischen mehreren Rechnern synchronisieren.

Seit Behance zu Adobe gehört ist es auch Teil der Cloud. Jeder Creative-Cloud-Abonnent kann zudem kostenlos das umfangreiche Portfolio von Behance Prosite nutzen, das sonst regulär 100$ kostet. Synchronisiert wird – natürlich – über die Cloud.

Doch auch Entwürfe kommen über die Cloud zum Kollegen oder Auftraggeber. So kann der Designer in seiner Cloud direkt eine Photoshop-Datei ablegen (private ist die Standardeinstellung, versteht sich) und den Link an einen Kunden senden. Dieser kann die Datei dann direkt im Browser ohne zusätzliche Tools ansehen mit den einzelnen Ebenen spielen, sie ein- und ausblenden und Korrekturwünsche mittels Kommentaren hinterlassen. Ändert der Designer etwas an der Datei und speichert sie wieder ab, so ist die neue Datei auch so in der Cloud sichtbar – sie wird sofot synchronisiert. Alte Versionen sind trotzdem noch verfügbar.

In der Adobe Cloud ist neben den Programmen, der Speichermöglichkeit von Daten und Behance auch Typekit enthalten, dass die Verwaltung und den Kauf von Schriften ermöglicht.

Die Cloud ist also auf gutem Weg zur eierlegenden Wollmilchsau. Die Gerüchte, die kreative Wolke 7 sei mehr eine nahende Gewitterfront werden auch aus dem Weg geräumt:

  • Wer in der Cloud ist, lädt sich die Programme direkt auf den Rechner herunter und intalliert sie wie gehabt.
  • Für die Nutzung der Programme ist keine Internetverbindung nötig.
  • Man kann Daten über die Cloud auch mit Nicht-Abonnenten teilen.
  • Am Ende des Abonnements gehen die Daten in der Cloud nicht verloren, da sie ja immer mit dem auf dem Rechner liegenden Ordner synchronisiert weden.
  • Updates der einzelnen Programme werden nicht automatisch installiert. Man bekommt sie in der Cloud angeboten und kann sie dann, wenn man möchte installieren.
  • Die Cloud ist auch mit einer Firewall nutzbar.
  • Die CS6 bleibt weiterhin als kaufbare Suite erhalten, allerdings eben mit der alten CS6-Funktionalität.

Evangelists in the house – neue Features und Tools für Grafik und Webdesign

Die Programme der Cloud bekommen neue Updates, sobald neue Funktionalitäten bereit gestellt werden können. Einige nette Features und Tricks haben die Evangelists von Adobe mit im Gepäck.

Anmerkung: Alle Bilder lassen sich zur besseren Ansicht per Mausklick vergrößern

Photoshop: Verwackelte Bilder schärfen

Evangelists verwackelt

Verwackelte Bilder – wer kennt sie nicht? Auch mein Schnappschuss der drei Evangelists mit der Smartphonekamera ist verwackelt. Hier gibt es nun den neuen Smartfilter Verwacklung reduzieren, der viele Optionen bietet. Für die Anwendung des Filters muss die Ebene in ein Smartobjekt konvertiert werden und schon können die Feineinstellungen gemacht werden.

Evangelists-Verwacklung-reduzieren-Smartfilter

Evangelists-scharf

Details dazu gibt es hier in der Photoshop-Hilfe.

Illustrator: Platzieres Foto als Bildpinsel

bildpinsel_ergebnis

Ob Spezial-, Muster- oder Bild-Pinsel – wer sich in Illustrator noch nicht damit befasst hat, dem rate ich dringend dazu. Denn wenn man sich einmal damit auskennt, macht es richtig Spaß, damit zu arbeiten. Nun gibt es auch hier neue Möglichkeiten.

Schon mal versucht ein platziertes Bild in einen Pinsel umzuwandeln? Das geht jetzt. Wer das Bild vorher in Photoshop optimiert, hat noch mehr Spaß damit. Einfach das Bild platzieren, per drag and drop in das Pinsel-Fenster ziehen, Bildpinsel auswählen und Einstellungen anpassen.

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Pinsel für Anfänger und Fortgeschrittene in der  Illustrator-Hilfe – die neuen Bildpinsel sind hier zu finden.

Illustrator: Wunderwaffe Touch Type Tool

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Viele Designer beschäftigen sich in letzter Zeit, so wie ich, mit Weihnachtskarten. Bunte Farben, dekorative Schriften und endlose Korrekturen. Wer Text mit hüpfenden Buchstaben erstellen wollte ging bisher den mühseligen Weg, die Schrift in Pfade umzuwandeln, entgruppieren, einzelne Pfade schieben und drehen, bis es passte. Und dann wollte der Kunde doch lieber ein Frohes Fest wünschen, anstatt dem mühevoll gesetzten Merry X-Mas.

Das ist nun kein Problem mehr: mit dem Touch Type Tool (zu finden unter dem normalen Text-Tool) können nun einzelne Buchstaben eines Textes gedreht und verschoben werden – die folgenden Buchstaben rutschen sogar mit – und das wichtigste der Text bleibt komplett bearbeitbar.

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Touch Type in der Anwendung hier bei Adobe TV und hier in der Illustrator-Hilfe.

InDesign: QR Code direkt im Programm

qr code

QR-Codes – ob man sie für sinnvoll hält oder nicht, aktuell will jeder Kunde irgendwo diesen „kleinen quadratischen Code – Sie wissen schon …“ abgedruckt haben. Doch wo generiert man ihn ohne Fehler, bekommt man ihn in der passenden Auflösung und vorallem kann man ihn ganz leicht ändern?

Genau – direkt in InDesign: Objekt>QR-Code generieren. Hier gibt man den Inhalt des Codes an, wählt eine Farbe aus und erhält so ganz einfach einen Vektor-Code, der platziert werden kann. Mit Rechtsklick>QR-Code bearbeiten kann er jederzeit modifiziert werden.

Info zu QR-Codes in der InDesign-Hilfe bei Adobe.

Photoshop: CSS aus Ebene extrahieren

css-kopiert-notepadOb nun der Webdesigner dem Programmierer eine schnelle Info liefern muss oder der Programmierer vom Designer eine PSD-Datei mit einem Webdsign erhalten hat – nun kann man ganz einfach das CSS einer einzelnen Ebene erhalten. Mit Rechtsklick auf die Ebene findet man die Option CSS kopieren – so kann man alle Stile ganz einfach in das CSS-Dokument einfügen.

CSS aus Photoshop in der Photoshop-Hilfe.

Photoshop: Bild-Assets generieren

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Nochmal eine Erleichtung im Bereich Webdesign: einzelne Elemente für die Umsetzung ausgeben. Früher hat man da fleißig Slices geschnitten. Jetzt geht das ganz einfach: Datei>Generieren>Bild-Assets anhaken und los geht’s. Die Ebene, die das als Bild benötigte Element enthält, auswählen und an den Ebenenamen ein .jpg oder .png hängen – schon erstellt Photoshop einen Assets-Ordner im Ordner, der das PSD enthält und speichert dort alle so erstellten Bilder ab. Hängt man an das Ende des Namens noch eine Prozentangabe (z.B. ebenennamen.jpg10%) gibt man Photoshop damit die Kompressionsrate an. Hängt man mehrere Endungen an (z.B. ebenennamen.jpg, ebenennamen.png), erstellt Photoshop mehrere Dateien aus der Ebene.

Mehr Details hier in der Adobe-Hilfe.

Photoshop: SVG aus Vektor erstellen

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Doch was macht man mit Vektorgrafiken, die in der Größe flexibel in eine Website eingebunden werden sollen? Es ist mal wieder einfacher, als man denkt: Ebene markieren, Strg+c (oder Apfel+c) und in den Code einfügen. Es ist ein SVG (Scalable Vector Graphic) daraus geworden!

Softwarebeschaffung aus der Wolke – Vorteile aus der Sicht einer großen Agentur

Martin Wider wirft einen meiner Meinung nach recht einseitigen Blick auf Software und deren Beschaffung. In den meisten Agenturen, so meint er, fehle eine Technologiestrategie. Vereinfachung der Workflows, Zentralisierung und Standardisierung sind hier die Stichwörter. Oft haben Agenturen Probleme ältere, aber vor allem auch neuere Dateiversionen zu Öffnen, weil ihre Software nicht auf dem aktuellen Stand ist. Der Softwarekauf für mehrere Arbeitsplätze ist meist durch den komplizierten Cashflow in den Agenturen erschwert.

Hier ist das Abomodell der Creative Cloud von Adobe von Vorteil – man hat immer die neueste Softwareversion und kann angelieferte Dateien immer öffnen und bearbeiten. Die Abschreibung der Softwarekosten ist durch die monatliche Zahlung vereinfacht. Dass trotzdem viele Kreative noch nicht in der Cloud sind kann Wider nicht verstehen. In Deutschland sei eben „Kaufen und Haben“ immer noch wichtiger und besser angesehen als nur Leasen.

Leider gar nicht eingegangen ist Wider auf Selbständige wie mich, die zum Teil auch nur einen kleinen Bruchteil der in der Cloud angebotenen Software nutzen und somit genauer nachrechnen, ob sich das Komplettabo lohnt. Ich habe seit Mitte des Jahres ein Cloud-Abo und arbeite mich darum nun gezielt in weitere Programme ein, um das gebotene und bezahlte Angebot besser zu nutzen.

Publishing – was alles möglich ist

Mehr aus der Publishing-Trickkiste von Maskus Jasker und Matthias Schulze.

Illustrator: der Tropfenpinsel

tropfenpinsel

Mit einem Pinsel eine Fläche ausmalen und eine Outline-Form bekommen anstatt eines Pfades? Das ist im Illustrator mit dem Tropfenpinsel möglich. Er eignet sich z.B. gut zum Colorieren einer Strichzeichnung aber vorallem auch im Gebrauch mit einem Grafiktablett.

Illustrator: Verknüpfte und eingebettete Bilder

einbetten_verknuepfen

Wenn man im Illustator ein Dokument platziert wird man gefragt, ob man es verknüpfen will. Verknüpfte Bilder sind nicht im Dokument erhalten – ihr Vorteil ist aber, dass sich das Bild aktualisiert, sobald man das Original bearbeitet hat. Platzierte Bilder dagegen sind im Dokument eingebettet. Will man sie bearbeiten, kann mit gedrückter Alt-Taste auf das Bild klicken und es öffnet sich im Photoshop zur Bearbeitung. Ein verknüpftes Bild nachträglich einbetten (z.B. wenn man die Datei weiterleiten muss) funktioniert über den Dialog im Steuerungsbedienfeld oben.

Illustrator: Punkt- und Flächentext

punkt-flaechentext

Es gibt zwei Möglichkeiten im Illustrator einen Text zu erstellen: zum einen durch einen Klick mit dem Texttool in den Arbeitsbereich (Punkttext) und zum anderen durch das Aufziehen eines Textfeldes mit dem Texttool (Flächentext). Die beiden Textarten unterscheiden aich darin, dass der Punkttext verzerrt werden kann und der Flächentext mittels des Rahmens einen Satzspiegel vorgibt – beim verändern der Form bricht der Text neu um. Wie macht man aber aus einem Flächentext einen Punkttext? Ganz einfach: am markierten Text befindet sich rechts ein Anfasser. Mit Doppelklick auf den Punkt wechselt man bequem zwischen den beiden Textarten.

Ideas – Vom Pad in die Cloud zum Kunden zurück zur Reinzeichnung am Rechner

Adobe Ideas ist das umfassende Kreativtool fürs iPad. Hier kann unterwegs gescribbelt und gelayoutet werden, wenn die Idee noch ganz frisch ist. Über die Cloud kommt die Datei dann auf den Rechner im Büro und dort kann man sie weiterbearbeiten. Cool: Ideas erstellt Vektordaten, die im Illustrator super weitermodifiziert werden können.

Leider ist Ideas nur fürs iPad erhältlich. Ich freue mich also auf Feedback von Nutzern, die damit arbeiten bzw. Ideas in ihren Kreativprozess einbinden.

Edge – Simple Webdesign-Tools für Nicht-Programmierer

Edge

Edge – eine Familie von Tools für einzelne Bereiche des Webdesigns. Die Lernkurve ist flach – jedes Tool ist nur für einen speziellen Bereich zuständig:

Edge Animate erstellt interaktive Elemente und Animationen – die Bedienung ist ähnlich wie in Flash.

Edge Reflow lässt den Webdesigner ganz einfach responsive Layouts erstellen, in die er Breakpoints für die verschiedenen Ansichten setzen kann und diese so ganz einfach dem Programmierer übermitteln kann. Hier kann man übrigens auch eine Photoshop-Datei importieren bzw. verknüpfen – Änderungen werden nach Speichern übernommen.

Edge Code ist das Coding-Tool mit Syntax-Highlighting.

Edge Inspect zeigt die Website automatisch auf verschiedenen angeschlossenen Endgeräten. Wer jetzt sagt, er hätte aber keine zig Endgeräte zur Verfügung, dem wird auch geholfen: Stichwort Open Device Lab. Wer zuviele Endgeräte hat, der darf auch gerne eines eröffnen: Andre Jay Meissner sucht!

Edge Web Fonts bietet eine große Auswahl an kostenlosen Webfonts und generiert den passenden Code zur Einbettung in die Website.

Bildbearbeitung in Lightroom und Photoshop und Photo-Art von Matthias Schwaighofer – der krönende Abschluß eines interessanten Tages

Michael Moertl und Sven Doelle zeigen nochmal einige Basics und Highlights in Lightroom und Photoshop. Wer hier ins Detail gehen will, dem sei ein Besuch auf dem Youtube-Kanal PhotoshopDirekt ans Herz gelegt.

Was die beiden als Wunderwaffe für die Bildbearbeitung empfehlen, ist auch der Liebling von Photoshop-Künstler Matthias Schwaighofer: Der Camera Raw Filter in Photoshop! Er bietet so viele Möglichkeiten für die non-destruktive Nachbearbeitung eines Bildes. Am einfachsten ist es laut Schwaighofer, einfach einmal damit zu Spielen; die verschiedenen Einstellungen zu testen. Sein Tipp: am Anfang und am Ende das Bild schärfen. Wer es ganz genau wissen will: Schwaighofer bietet auch Kurse an.

 

Und wer jetzt noch immer nicht genug hat, der findet die kompletten Vorträge als Videomitschnitt hier bei Adobe.

Ihr lieben sozialen Netzwerke … nervt!

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Ihr lieben sozialen Netzwerke … nervt!

So langsam wird es zur Mode, dass soziale Netzwerke – allen voran Google+ und Facebook – die Telefonnummern ihrer Nutzer haben wollen. Dafür wird dem Nutzer sogar vorgegaukelt, es wäre nur zu seiner eigenen Sicherheit.

Immer wieder wird an allen Ecken nach unserer Telefonnummer gefragt. Google+ gibt uns die Möglichkeit unsere eigene, lesbare URL zu bekommen – allerdings müssen wir dafür unsere Telefonnummer hinterlegen. Angeblich, damit Google sicher gehen kann, dass es sich tatsächlich um unseren G+Account handelt. Gleichzeitig zeigt Android ab 2014 die G+Informationen eines Nutzers an, wenn dieser anruft (sofern freigeschaltet). Verführerisch.

Neuerdings fragt Facebook ebenfalls wieder nach unserer Telefonnummer. Angeblich aus Sicherheitsgründen. So wirklich kann ich das aber nicht glauben, erst recht nicht, nachdem kürzlich die Messenger-App aktualisiert wurde, um aus ihr nach dem Vorbild von WhatsApp Nachrichten direkt an Telefonnummern und nicht mehr nur an Facebook-Kennungen senden zu können. Man muss also nicht mehr auf Facebook befreundet sein und kann sich dennoch Nachrichten schicken. Verführerisch.

Dark Patterns

Einmal völlig von den neuen Funktionen abgesehen, die durch die Herausgabe der Telefonnummer ermöglicht werden: Die Art und Weise, wie versucht wird sich diese Information zu ergaunern, stößt mir sauer auf. Wenn ihr, liebe Netzwerke, eine Info wollt, dann sagt mir klipp und klar, warum ihr sie wollt. Dann kann ich für mich entscheiden, ob es mir das wert ist. Aber der Security-Grund ist absoluter Blödsinn. Das wurde früher anders gelöst und kann heute anders gelöst werden. Ebenso eine von der Telefonnummer völlig losgelöste Funktion nur gegen Hinterlegen einer Telefonnummer freizuschalten, ist schlichtweg nicht akzeptabel und kann direkt den Dark Patterns (Forced Disclosure) zugeschrieben werden.

An dieser Stelle frage ich mich, wie oft in solchen Firmen der Satz »Die anderen machen’s doch auch!« fällt.

Verführerisch.

Der neue Power-Button unter OS X Mavericks

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Der neue Power-Button unter OS X Mavericks

Das MacBook Air war seinerzeit der erste Mac, der kein optisches Laufwerk mehr hatte. Der Eject-Button (⏏) wurde dadurch zum Power-Button umfunktioniert und öffnete auf einen Druck das Dialogfenster zum Herunterfahren des Rechners. Unter OS X 10.9 Mavericks funktioniert dieses Verhalten so nicht mehr.

Statt nun wie gewohnt beim Knopfdruck gefragt zu werden, ob man seinen Mac tatsächlich ausschalten möchte, wird der Rechner lediglich in den Ruhezustand versetzt. Allerdings hat Apple das Verhalten der Taste nicht einfach neu belegt, sondern tatsächlich sogar erweitert.

Alles eine Frage der Zeit

Dialogmenü zum Herunterfahren
Drückt man die Ausschalttaste nur kurz, schaltet sich der Rechner wie erwähnt in den Ruhezustand. Hält man die Taste circa drei Sekunden gedrückt, erscheint wie früher die Auswahl zum Neu starten, Ruhezustand, Abbrechen und Ausschalten.
Wird die Taste länger als fünf Sekunden gehalten, schaltet sich das Gerät umgehend aus.

Die veränderte Tastenbelegung ist eine logische Konsequenz aus der Abschaffung des optischen Laufwerks. Derzeit ist nur noch das 13″ MacBook Pro aus dem Jahr 2012 von Haus aus mit so einem Laufwerk ausgestattet. Wie lange dieses aber noch von Apple verkauft wird, bleibt abzuwarten – und mit dem Mac Pro wird ab Dezember auch das letzte Modell seines DVD-Laufwerks entledigt.

Demnächst wird man also voraussichtlich auch die externen Tastaturen von Apple mit der neuen Belegung erwerben können.

Die Vorteile von Google+ und Reverse Mentoring im Enterprise 2.0

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30. Social Media Night

Die 30. Social Media Night des Social Media Club Stuttgart – zum Jubiläum startet der neue Hashtag #smcstr. Für alle, die gerne auf Twitter nachlesen: bei der Suche das neu angehängte r nicht vergessen! Oliver Gassner, spricht über die Vorteile von Google+, Marc Musse und Katharina Perschke von Bosch und Yvonne Seibold von Know How! erzählen, wie die interne Bosch Community Bosch Connect funktioniert.

Von wegen »Da ist ja keiner«

Sein Buch über Google+ ist im Sommer erschienen – heute will Oliver Gassner uns überzeugen, warum Google+ das bessere Social Network ist. »Auf Google+ ist ja keiner« – das sei ein großer Irrtum. Denn schließlich hat G+ 500 Mio. aktive Nutzer (aktive G+-Nutzer plus Nutzer die Restaurantkritiken bei Google und im Playstore Bewertungen abgeben), tatsächlich direkt bei G+ aktiv sind davon 300 Mio – das seien, je nachdem mit welcher Zahl man rechnet, ca. 1/4 bis 1/3 der Facebook-Nutzer. Google+ ist außerdem aktuell das am schnellsten wachsende Soziale Netzwerk.

Irrtum Nummer zwei: »Google+ ist eine Faceook-Kopie und kommt zu spät.« Nein, das ist es ganz sicher nicht. G+ hat nicht die Hauptfunktion, Freunde zu connecten, wie es Facebook macht. Bei Google+ geht es primär um die Social Search: Teilen, Entdecken und Diskutieren von Content. Außerdem hat wohl eher Facebook von G+ kopiert, so Gassner: Videochat, Listen, Hashtags, Bildgrößen und die Abonnierfunktion, um nur einen Teil zu nennen.

Auf Google+ findet man nicht nur interessante Communities. Thema SEO: Die Personen, die ich in meinen Kreisen habe, erscheinen bei Suchergebnissen weiter oben – wichtig: ebenso andersherum. Ein Google-Maps-Eintrag und Bewertungen für mein Unternehmen pushen es im Ranking der Suchergebnisse. Google Ripples zeigen direkt bei einem Post an, welchen Verbreitungsgrad er hat. Youtube hat mittlerweile die Möglichkeit der Kommentar-Moderation mittels Circles eingeführt.

Einige der Funktionalitäten sind vorerst nur auf google.com verfügbar. Laut Gassner wird hier noch einiges an Funktionalitäten folgen – Zeit für Unternehmen, umzudenken und nicht nur auf Facebook zu setzen!

Mit Know How entsteht in einer internen Community das Enterprise 2.0

Bosch: 1886 gegründet, 50 Mrd. Euro Umsatz im letzten Jahr, 300.000 Mitarbeiter, davon 40.000 in Entwicklung und Forschung. Viele Produkte dieses Unternehmens sind weltbekannt. Gemein haben sie, dass die alle Elektrizität nutzen. Das reicht heute aber nicht mehr aus, so Marc Musse, die Geräte sollen auch ins Netz, Stichwort Smart Homes.

Dass bei Bosch nicht nur die Produkte unter Strom stehen zeigt die 2012 gelaunchte interne Community Bosch Connect. Ein Social Network im Internet ist dafür da, sich mit Freunden zu vernetzen – im Intranet soll es helfen, Wissen zu teilen, Zusammenarbeit fördern. Co-Creation soll gefördert werden – die Angestellten sollen an Tehmen, die sie interessieren mitarbeiten können.

Die Bosch Connect Plattform ist offen für alle Bosch-Angestellten, jeder kann mitmachen – im ersten Jahr hat man schon 83.000 aktive Nutzer. Jeder hat dort sein eigenes Profil, kann Statusmeldungen posten. Der weit größeren Teil bilden die Communitites mit Wikis, Foren, Files und Blogs. Die starren Hierarchien werden hier aufgehoben. Unter dem Stichwort Reverse Mentoring lernen die Bereichsleiter und Abteilungschefs von den jüngeren Angestellten Funktionalität und Anwendungsbereiche des Netzwerkes. Man wandelt sich von einem hierarchischen Management zu einem hochvernetzen, hybriden Unternehmen 2.0.

Wie man aber nun eine so große Zahl an Mitarbeitern fit macht für ein solches Netzwerk erklären Yvonne Seibold von der Know How! AG und Katharina Perschke von Bosch. Es gibt 10-wöchige Workshops, die einzelne Mitarbeiter fit machen für die Aufgabe des Community Managers. Zum einen werden sie darin geschult, das Tool einzurichten, das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf der Methodik. Die Schulung findet übrigens auch gleich direkt im Bosch Connect statt. Learning by Doing sozusagen.

Hinweis für alle Leser bis 35

Vom 3. bis 5. April 2014 findet in Stuttgart die 25. Nationale Junioren Tagung unter dem Namen Ideenreich statt. Organisiert wird das ganze vom Marketing-Club Region Stuttgart e.V. Anmelden können sich alle Interessierten unter 35 Jahren. Für die Mitglieder des Social Media Club Stuttgart sind bis Ende des Jahres 20 Plätze reserviert. Einfach den Hinweis Social Media Club Stuttgart im Anmeldeformular vermerken. Infos und Anmeldung auf www.njt2014.de

Rückblick und Vorschau

Die 30. Social Media Night im Storify, erstellt von der Stuttgarter Zeitung.

Die nächste Social Media Night und somit auch die letzte in diesem Jahr findet am 11. Dezember statt. Tickets gibt es wie immer über die XING-Seite zu bestellen. Es wird einige Überraschungen geben. Veranstaltungsort ist dieses Mal der große Saal im Erdgeschoss des Mercedes-Benz-Museums – es gibt also Platz für 350 Besucher. Wir sehen uns!

border:none 2013 – IST und SOLL des Internets

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border:none 2013

Dank der Zusammenarbeit von beyond tellerrand und tollwerk fand am 25. Oktober die erste »border:none« im Rahmen der Nürnberg WebWeek statt. Die von den Organisatoren als »Mini-Konferenz« bezeichnete Veranstaltung stand ganz im Zeichen neuer Wege zur Nutzung, der Gestaltung und des Verständnisses dessen, was heute das Internet ist.

Die border:none fand in diesem Jahr zum ersten und direkt auch zum letzten Mal im Nürnberger Orpheum statt. Das ehemalige Kino steht derzeit noch leer, war zwischenzeitlich sogar mal ein Supermarkt und wird demnächst zu einem Restaurant werden. Schade eigentlich, denn das Eckgebäude hat der Veranstaltung gleich eine ganz besondere Atmosphäre verliehen.

Von CSS- zu Mobilfunktechnologie

Los ging es dann morgens direkt mit Andre Jay Meissner, der den Anwesenden einen Einblick in moderne CSS-Technologien gab. Er zeigte, wie man mit Hilfe von CSS-Regions Inhalte über frei definierbare Container-Elemente fließen lassen kann. Ist also beispielsweise Text zu lang für einen Container, wird er in dem nächsten zugewiesenen Container einfach fortgesetzt, statt abgeschnitten zu werden. Allen InDesign-Profis, die bei dieser Neuerung nur müde lächeln, legt Meissner dann auch gleich noch eine Software ans Herz, mit der man beinahe schon in InDesign-Manier Layouts entwickeln kann: Adobe Edge Reflow.
Alle Folien seines Vortrags, der neben Regions außerdem noch die Themen CSS-Blending und CSS-Shapes aufgriff, gibt es bei Slideshare.
Wer in das Thema noch tiefer einsteigen möchte, dem sei zudem Andy Clarkes Workshop »CSS3 & responsive design« (recap) empfohlen.

Einblicke in das Thema »Mobile web performace« gab Tobias Baldauf. Er erklärte welche Probleme es beim Internet per Mobilfunk bereits gibt, bevor überhaupt die erste Seite übertragen wird. Beispielsweise, dass bereits viel Zeit vergeht, bis ein Smartphone einen passenden Funkmasten gefunden und ihm vermittelt hat, was es eigentlich von ihm möchte.
Da die tatsächliche Performance einer Website in einem einfachen lokalen WLAN einer Agentur nicht getestet werden kann, hat Baldauf die Vor- und Nachteile von Hilfsmitteln wie »phantom.js« oder auch Googles www.webpagetest.org aufgezeigt.
Abschließend stellte Baldauf das Konzept »femtocell« vor, mit dem man sich seine eigene kleine Mobilfunkzelle einrichten kann. Die Slides dazu gibt es hier.

Das Internet ist kaputt

Kurz vor der Mittagspause legte Rodney Rehm den ca. 180 Besuchern näher, wie sie künftig mit dem kaputten Internet umgehen sollen. Denn quer durch alle Browser muss ein Entwickler mit unterschiedlichsten Verhaltensweisen zurecht kommen, obwohl alle eigentlich ein und dasselbe tun sollten.
Also lautete sein Rat an alle wie folgt:


Um nun ideal testen zu können, stellte Rehm www.firebase.com, www.browserstack.com und auch www.testthewebforward.org vor. Alle Tipps, wie man das Netz durch richtiges Testen weiter voranbringt, finden sich in seiner Präsentation.

Computer ≠ Computer

Ob wir das Rad neu erfinden müssten, fragte nach der Pause dann Vasilis von Gemert in seinem sehr kurzweiligen und unterhaltsamen Vortrag, der uns zeigte, wie in der Kunst flexible Oberflächen gestaltet werden und warum Theorien wie »Computer werden ausschließlich schneller« und »Bandbreite wird zukünftig immer größer« an der Realität vorbei gehen. Die Folien des Vortrags gibt es hier.

Einen eigenen Konferenztag hätte anschließend Vitaly Friedman mit seinem Thema füllen können  und nicht nur technische Probleme ließen ihn in gewohnter Manier die Zeit überziehen. Mit gutem Grund: »resolution independence«, »compressive images«, »conditional loading«, »performance budget« und »optimistic interfaces« waren die Themen, die Friedman in seinen Vortrag packte. Oder sagen wir: es war der Teil seiner 142 Folien, für die er Zeit gefunden hat. Wer mehr über diese Themen wissen möchte, der googelt am besten oder arbeitet sich direkt durch die Folien.

Kurz vor Schluss beschäftigte Bastian Allgeier mit den aktuellen Entwicklungen rund um die NSA und damit, dass man sich seine Träume im Angesicht der permanenten Überwachung keinesfalls nehmen lassen darf.
Wie das aussehen kann, zeigte er anhand seines ganz eigenen Traums decentralize.it und erinnerte dabei, dass neue Technologien von niemandem akzeptiert werden, wenn sie nicht günstiger, einfacher, hübscher und angenehmer sind als das, was es bereits gibt.
Auch seinen Vortrag kann man noch einmal in Ruhe aufarbeiten und sich daran erinnern lassen, dass unsere verrückten Ideen von heute schon morgen Realität sein können.

Aggressive Enhancement

Den donnernden Abschluss des Tages setzte Jeremy Keith mit seinem Vortrag »The power of simplicity«. Er erinnerte die anwesenden Zuhörer, dass es im Internet zunächst einmal darum geht, Dinge zu teilen, zu finden, zu veröffentlichen oder zu kaufen. Erst wenn diese Möglichkeiten gegeben sind, kann damit begonnen werden, mit Hilfe von JavaScript und diverser Bibliotheken die Erscheinung des Angebots aufzuhübschen. Das Konzept »progressive enhancement« verdeutlicht er sehr schön mit dem berühmten Beispiel der Rolltreppe: Sollte einmal der Fall eintreten, dass eine Rolltreppe nicht ihrer Aufgabe nachkommen kann, etwa durch einen Stromausfall, kann sie aber dennoch benutzt werden. Denn dann wird aus der Rolltreppe einfach eine normale Treppe, die man – anders als einen Fahrstuhl – auch dann noch nutzen kann, um in ein anderes Stockwerk zu gelangen.
Genau mit diesem Ansatz muss auch an Webseiten heran gegangen werden.
Ein weiterer Vorteil dieser Herangehensweise ist dadurch auch der, dass jeder Browser, der irgendwann entwickelt werden wird, diese Webseite darstellen können wird. Denn was ältere Browser darstellen, stellen neue erst recht dar – und noch mehr. Wer also zukunftsorientiert arbeiten will, muss rückwärtskompatibel arbeiten. Dabei muss nicht jede Seite in allen Browsern gleich aussehen, denn Support bedeutet nicht automatisch Optimierung.
Die Folien gibt’s natürlich auch.

Die erste border:none war ein interessanter, voll gepackter Tag. Sicher war für jeden etwas dabei, auch wenn nicht jeder gleichermaßen mit allem etwas anfangen können musste. Die Tatsache, dass mancher Redner im Angesicht von 180 Besuchern mit seinem Englisch etwas ins Stolpern geriet, lässt sich verschmerzen – erst recht wenn man bedenkt, dass alle Redner sozusagen ehrenamtlich auftraten.

Daher möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bei den Veranstaltern für diesen Tag bedanken und hoffe auf eine Fortsetzung im Jahr 2014!

Von A bis Z: Akzeptanz und Zuverlässigkeit – Arbeitgeber und Zufriedenheit

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Die 29. Social Media Night am 9. Oktober 2013 in Stuttgart: »Ziel, Zweck und Weg – Social Media zwischen Pragmatismus und Hype« mit dem spontan eingesprungenen Bernhard Jodeleit von Lots of Ways, »Wie Social Media die HR-Arbeit von morgen inspiriert« mit Miriam Specht von Yellow Frog und »Online-Reputation und Arbeitgeberbewertungsplattformen« mit Carolin Horn von kununu.

Von Akzeptanz bis Zuverlässigkeit – ein kleines Social-Media-ABC

Bernhard Jodeleit ist heute spontan für die erkrankte Tatjana Becker eingesprungen. Als Folien wollte er einen heute noch schnell erstellten Blogbeitrag nutzen, doch dank perfekter Firewall hatte er sich selbst aus seinem Blog ausgesperrt. Zudem hatte er heute noch einen Zwischenfall mit Kaffee und Wasserschaden zu managen, sodass es mehr als Glück war, dass er pünktlich im Mercedes Museum erschienen war. Die visuelle Unterstützung des Vortrages fiel also aus und man konnte dadurch Jodeleits lebhafter, unterhaltsamer Vortragsweise umso besser folgen.

Jodeleit fasst für uns ein ABC der Begriffe zusammen, die für ihn im Bereich Social Media relevant sind. Hier ein kurzer Auszug:

  • D wie Direktheit: man sollte direkt adressieren können. Frauen machen das ja angeblich gerne – einen Sinnspruch als Bild mit allen 300 Freunden teilen in der Hoffnung »er« sieht es und weiß, dass er gemeint ist.
  • E wie Empathie: sollte jeder Social Media Manager mitbringen. Menschen liken eine Seite und entliken sie auch wieder – sie wollen Werbung aber keine Werbung. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
  • G wie Gelassenheit: ja, Jodeleit sagt von sich selbst, er sei Shitstorm-Berater. Ein Shitstorm sei überhaupt nicht schlimm – die meisten Unternehmen gehen daraus gestärkt hervor.
  • L wie lustig: »Wenn’s keinen Spaß macht isses doof.« – »Wenn’s zuviel Spaß macht, dann aber auch.«
  • T wie Themen: Die Inspiration für Posts sollte nicht nur aus dem eigenen Facebook-Newsfeed stammen. Jodeleit empfiehlt, auch mal Zeitung zu lesen – andere Themen zu scouten.

Ich hoffe, ich habe nicht allzuviel verraten, denn das komplette A bis Z gibt es nun dank überwundener technischer Probleme auf dem Blog von Lots of Ways nachzulesen.

Lebenslauf vs. Facebook-Profil – wie HR von Social Media lernen kann

Miriam Specht fragt sich, wie man eine Bewerbung sexy aussehen lassen kann. Bewerbungen und deren Bewertung seien doch schließlich eine extrem emotionale Sache. Auch die meisten Stellenanzeigen, so findet sie, sehen doch eher abtörnend aus.

Was in der klassischen Form der Bewerbung sichtbar ist, ist aber nur die Spitze des Eisberges – ein Minimum der Dinge, die einen Menschen ausmachen. Was dort nämlich sichtbar ist sind Ausbildung, Schulbildung, Softskills und Branchenerfahrungen – meist nur gekürzt zusammengefasst. Nicht sichtbar aber ebenso wichtig sind allerdings auch Prägung, Antrieb, Kompetenzen, Visionen, Interessen, Ziele und Werte.

Wichtig ist doch nicht »Passt der Mensch zu unserem Unternehmen?« (das ist die Grundvoraussetzung) – sondern vielmehr »Macht er uns erfolgreicher?«, welchen Beitrag bringt er ein? Als Unternehmen muss man neue Wege gehen: Aufgaben auf Kompetenzen zuschneiden – nicht anders herum. Denn Studien belegen, dass Menschen durchschnittlich 3 Stunden täglich tatsächlich produktiv arbeiten; nur 30% ihrer Fähigkeiten einbringen, sprich 70% der Ressourcen werden verschwendet. Man sollte also Mitarbeiter kompetenzorientiert einsetzen. Menschen wollen nicht Karriere machen (was auch immer Karriere heute noch bedeutet – laut Stellenanzeigen kann man ja heute Karriere bei Aldi machen) – sie wollen einen Ort, an dem sie wachsen können. Und so, fordert Specht, sollten sich auch Unternehmen darstellen: als Orte, an denen man sein will.

BewerbungSchöner als ein Facebook-Profil

Doch was macht Miriam Specht mit ihrer Arbeit konkret? Ja, Bewerbungen sexy! Weg mit den Bleiwüsten – auf Facebook präsentiert man sich ja schließlich auch viel ansprechender! Für Bewerbungsunterlagen nimmt sich Specht zehn bis zwölf Stunden Zeit für einen intensiven Dialog mit dem Kunden. Heraus kommen dabei mehrseitige Berwebungsunterlagen mit einer der Zeit angepassten Aufteilung. Langweilige Portraitfotos sind out. Das Foto muss dem potentiellen Arbeitgeber sagen: »Ich schmeiß deinen Laden!« und nicht »Ich stehe vor einem hellgrauen Hintergrund und halte den Kopf leicht schief.«. Neben dem moderneren Bewerbungsfoto findet sich bei Specht ein individueller Motivationstext. Weiter arbeitet sie mit Meilensteinen anstatt eines klassischen Lebenslaufes. Relevant sind Momente und Erfahrungen, die mich geprägt haben und nicht das zweiwöchige Praktikum während der Schulzeit. Weiter beleuchtet Specht die Kompetenzen des Bewerbers und arbeitet sie heraus. Was motiviert mich? Und schließlich: ein Interview mit dem Kandidaten mit allen üblichen Personaler-Fragen und natürlich gut überlegten Antworten. Ja, das fänden Personaler meist doof, räumt Specht ein. Klar, was sollen die dann auch noch fragen. Gut so, meint Specht, sollen die sich doch mal neue Fragen ausdenken!

Miriam Spechts Bewerbungen sind aber keinesfalls nur etwas für Kreative, die einen Job bei einer Werbeagentur suchen. »Nein, das (Anm.: diese Art von Bewerbung) geht so auch an Banken.«

»Das schlimmste Unternehmen, für das ich jemals gearbeitet habe!«

Ein sehr kontrovers diskutiertes Thema bringt Carolin Horn von kununu mit. kununu ist ein Arbeitgeberbewertungsportal und 100%-Tochter von XING. Bewertungen von kununu sind in den Unternehmensprofilen von XING sichtbar und können auch direkt über XING anonym abgegeben werden. Dafür gibt es eine Punkteskala von 1 bis 5 und einen Bewertungstext. Firmen können auf die einzelnen Bewertungen mittels einer Stellungnahme antworten.

Statistiken belegen, dass 64% der Befragten ihren Arbeitgeber ihren Freunden nicht weiterempfehlen würden. 85% haben keine oder nur eine geringe Bindung zum Arbeitgeber. Die Zufriedenheit mit dem Arbeitgeber, so Horn, sei = Realität – Erwartungen. Die Mitarbeiterfluktuation in den ersten zwei Monaten nach Einstellung sei geringer, wenn die Mitarbeiter schon vorher von Problemen und negativen Punkten gewusst hätten und sich darauf einstellen konnten. Wenn Mitarbeiter gehen ist das immer teuer für Unternehmen: sie gehen mit ihrem Fach- und Insiderwissen zur Konkurrenz, machen sich selbständig und werden so zu neuer Konkurrenz oder reden schlecht über ihren alten Arbeitgeber und beschädigen dessen Image.

BewertungenAktuell sind rund 480 Tsd. Bewertungen auf kununu online. Die Bewertungen sind allerdings nicht nur in den XING-Unternehmensprofilen sichtbar, sondern auch in Stellenanzeigen auf XING werden sie eingeblendet. Unternehmen mit schlechten Bewertungen nennen das Ruf schädigend, drohten schon mit Klagen. Ein Thema, über das man sich wohl gut streiten kann. kununu sagt, die Bewertungen werden sehr genau geprüft – viele auch gelesen. Wenn über ein XING-Profil abgegeben, können sie auch mit dem Lebenslauf gegengecheckt werden. Eine kleine Ungewissheit, ob die Bewertungen also alle korrekt sind, bleibt.

Nicht nur ehemalige Mitarbeiter bewerten Arbeitgeber – es werden auch viel aktuelle Arbeitgeber bewertet. Oft auch durch Aufforderung der Unternehmen an ihre Angestellten. Oft, so erzählt Horn, würde durch die unzufriedenen Bewertungen auch erst ein Dialog mit der Personalabteilung entstehen – schade, dass es Menschen gibt, die sich trauen anonym negative Bewertungen abzugeben, aber nicht den Mut haben mit ihrem Vorgesetzten zu sprechen.

Allerdings gibt es Unternehmen, die ihre schlechte Gesamtbewertung durch den Dialog mittels Stellungnahmen wieder ausgleichen. Ein Beispiel hierfür ist Parship. Auch KPMG Schweiz macht hier alles richtig: ein Ansprechpartner bietet den vertraulichen Kontakt, um über die Missstände zu sprechen.

Natürlich gibt es auch unschöne Fälle, die ein Arbeitgeberbewertungsportal wie kununu kritisierbar machen: Eine Angestellte in einem Beratungsunternehmen (sicher eine arbeits- und konfliktreiche Branche) schreibt in ihrer Bewertung von schlechter Work-Life-Balance und 10-Stunden-Tagen – sicher also nicht ungewöhnlich für das Beratungsgeschäft. Die Stellungnahme des Arbeitgebers rückt diesen allerdings nicht wirklich in besseres Licht: Der Arbeitgeberin sei schon in der Probezeit wieder gekündigt worden. Nach Kenntnisnahme ihres Textes sei das auch selbsterklärend.

Grundsätzlich ist es aber bei kununu wie auch bei anderen Bewertungsportalen: sehr gute Unternehmen und sehr schlechte werden viel bewertet. Alle, die im mittleren Bereich liegen müssen aktiv ihre Bewertung einfordern.

Ach ja: am 16. Oktober ist Boss-Day in USA und Kanada – da sagt man seinem Chef, wie gern man ihn hat und wie toll seine Arbeit ist. Ein paar Blümchen können sicher auch nicht schaden.

Die nächste Social Media Night findet am 6. November statt. Mit dabei: Bosch mit dem Thema des weltweiten Social Enterprise und Oliver Gassner mit seiner aktuellen Buchveröffentlichung zu Google+. Tickets gibt es wie immer hier.

Das neue iPhone ist da – warten auf’s nächste iPhone

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Das iPhone ist da – warten auf's neue iPhone

Heute hat Apple in Cupertino das neue iPhone vorgestellt. Genauer gesagt zwei neue iPhones. Alternativ zum iPhone 5s gibt es nun auch das iPhone 5c, das mit dem Innenleben des Vorgängers ausgestattete neue Einsteigermodell. Doch was davon ist überhaupt noch neu?

Dank der Recherche diverser professioneller und weniger professioneller Blogger und Fotografen war – bis auf die 64Bit-Struktur – bereits jedes Detail der neuen Geräte bekannt. Sei es die neue Kamera, der Fingerabdruck-Scanner samt Name oder gar die Herstellung des in der Produktpalette neuen iPhone 5c. Selbst die unschärfsten Bilder waren gut genug, um bereits vor Monaten die Gerüchteküche anzuheizen. Über Wochen hinweg schaukelte sich die Technologie-Szene hoch, schrieb fleißig voneinander ab und zitierte scheinbar jeden anonymen Analysten oder »mit der Thematik Vertrauten«, der eine Meinung hatte.

Sich selbst die Bescherung kaputt gemacht

Letztlich führt das aber nur dazu, dass die Szene aus dieser Präsentation, auf die sie seit Monaten gewartet hat, relativ ernüchtert herausgeht. »Wussten wir doch alles schon.«, »Nichts wirklich neues.«, »Nicht mal ein One-more-Thing.« sind da die ersten Gedanken – irgendwie auch bei mir. Diese Reaktionen sorgen regelmäßig für einen Einbruch der Apple-Aktie in den ersten Tagen nach einer neuen Präsentation.

Jetzt wurde das iPhone also vorgestellt. Was nun? Raten welche der neuen Errungenschaften bei den neuen iPads Einzug halten werden? Unscharfe Bilder der neuen, farbigen iPad Minis? Und was ist mit den MacBooks? Und OS X? Und dem Mac Pro?

Das Jahr wird noch nicht vorbei sein, da wird schon wieder über das nächste iPhone diskutiert werden. Nun ja … zumindest solange man sich dafür interessiert.

Manchmal ist es doch schöner sich überraschen zu lassen.

Das Automobil der Zukunft entsteht im Social Web – Social Media Night Stuttgart Summer Special Open-Air

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Beim Summer Special der Social Media Night Stuttgart am 19. August im Open-Air-Kino des Mercedes Benz Museum drehte sich (fast) alles um das Thema Automobil. Der Regen hatte rechtzeitig zum Veranstaltungsbeginn der Sonne Platz gemacht und bei Popcorn und Chips galt es vier spannenden Vorträge zu lauschen:

Community based Launch – innovative Produkte erfolgreich kommunizieren von Prof. Dr. Marc Drüner, Automobilindustrie im Wandel – Die Digitalisierung der Begeisterung von Tom Kedor, Always on – Mobile first @Mercedes-Benz von Olaf Schmitz und wie im letzten Jahr schon präsentierten Lukas Pierre Bessis und Matthias Berzel ihre Eindrücke aus Cannes.

Sternzeichenautos, ein kugelförmiger VW und eine Coke mit deinem Namen.

Der erste Vortrag kommt von Prof. Dr. Marc Drüner, Geschäftsführender Gesellschafter trommsdorff + drüner innovation + marketing consultants, Berlin und er hat zwei spannende Projekte für uns dabei.

Für VW in China entstand »The Peoples Car Project« – zwei Jahre lang wurden die Menschen zur Gestaltung ihrer Traumautos angeregt. Vor dem Start der Kampagne hatte VW nicht wirklich ein gutes Image in China. Das scheint sich durch das PCP geändert zu haben. In China nutzt man andere soziale Netzwerke als im Rest der Welt. Es gibt mehr twitterähnliche Seiten. In China sind rund eine halbe Milliarde Menschen online, davon 356 Millionen mobil. Eine wunderbare Voraussetzung, um eine große virtuelle Community aufzubauen. Die Kampagne wurde in mehrere Abschnitte unterteilt, bei denen die Fans dazu aufgefordert wurden, sich mit den Themen Design, Environment, Connectivity und Personalisierung von Automobilen auseinanderzusetzen.

Es entstanden per Online-Design-Tool Autos passend zum Sternzeichen, in einer Mobile-App konnte man einen kleinen Eisbären retten, wenn man richtig Auto gefahren ist und Fotos des Flubber-Cars, dass man irgendwo am Straßenrand parkte, wurden tausendfach im Internet geteilt. Dass der Designer der Flubber-Cars dafür vier Stunden im Knast saß zeigt, wie viel Engagement auch seitens des Herstellers in das Projekt geflossen ist. Den Auto-Entwurf eines Mädchens setzten die Designer von VW dann sogar digital um. Hier gibt es einen Bericht und einige Videos dazu.

Ein weiteres schönes Projekt ist die Share a Coke Kampagne von Coca-Cola. Coca-Cola will vor allem neue jugendliche Kunden gewinnen. Bei den Werbemaßnahmen und Kampagnen vergleicht sich Coca-Cola Deutschland nicht etwa mit Pepsi – hier ist die direkte Konkurrenz McDonalds. Die haben es schön vorgemacht mit ihrer My Burger Kampagne, bei der User im Netz ihren eigenen Burger kreieren konnten und die Community dann darüber abstimmte, welcher Burger tatsächlich in die Läden kommen soll. Coca-Cola zieht hier nach und bedruckt Flaschen und Dosen mit Namen. Diese kann man auch online individualisieren und bestellen. Wie so eine europaweite Kampagne erfolgreich werden kann zeigt Drüner im Social Media Dashboard. Hier sind alle Länder und alle Coca-Cola Marken verknüpft. Durch eine genaue Absprache aller beteiligten Agenturen in den unterschiedlichen Ländern konnte diese Aktion exakt geplant und erfolgreich durchgeführt werden.

Von spielenden Kopfrechnen-Profis, Klick-Robotern und Heinz & Wolfgang.

Tom Kedor, Geschäftsführer von MOTOR-TALK beeindruckt mit einem erfrischenden, runden Vortrag über die langjährige Arbeit im Social Web und wie Hersteller und Kunden perfekt in Dialog treten können.

Was ist wichtig in der Kommunikation? Wie bringe ich meine Botschaft richtig zum Empfänger? Wie bewege ich Menschen zum Mitmachen? Kedor erzählt, wie er es geschafft hat, seinen Sohn zum Kopfrechnen üben zu bringen: Gamification ist das Stichwort. Ein Brettspiel bei dem man viele Punkte und Werte berechnen muss war der Schlüssel zum Erfolg – beide Seiten hatten etwas davon: Vater und Sohn verbringen gemeinsame Zeit beim Spielen miteinander und das Kopfrechnen wird geübt. Wichtig ist allerdings bei allen Aktionen, dass das Warum nicht in den Hintergrund rückt. »Dude’s Law«, wie es Kedor nennt, besagt: Wert = Warum / Wie. Je mehr man über das Wie nachdenkt, umso kleiner wird der Wert.

Tom Kedor und "Heinz" bei der Social Media Night

Tom Kedor und „Heinz“ bei der Social Media Night

MOTOR-TALK ist seit 12 Jahren unabhängig im Social Web aktiv. In den Anfängen hieß das ganze noch Forum, später dann Community – heute ist es Social Media in allen Bereichen. Man will keine Klicks von Robotern zählen. Es geht um mehr – man will bestehende Antriebe nutzen und dadurch Engagement schaffen. MOTOR-TALK nutzen Menschen, die mitdenken und mitmachen, die eine gemeinsame Begeisterung haben. Aber wer ist genau in der Community unterwegs? Das sind zu 90% Heinz und 44% Wolfgang – Heinz sucht Hilfe und Wolfgang weiß Bescheid und hilft. Dann 48% Katja und Kai, die Kaufinteressenten und 33% Nils, der Netzwerker.

MOTOR-TALK hat 2,3 Mio. Mitglieder – 300 Tsd. aktive im Monat. Es ist kostenlos, frei zugänglich und neutral. Vier Millionen Menschen lesen mit.

Doch was genau passiert auf MOTOR-TALK? Das Forum ist keineswegs die Meckerecke des Internets, wie manch einer vermuten mag. Die User setzen sich mit dem Produkt auseinander. Eine seit drei Jahren von MOTOR-TALK durchgeführte Umfrage zeigt: 82,9% der Autobesitzer sind zufrieden mit ihrem Auto. Fragt man die einzelnen Hersteller, wie sie ihr Abschneiden einschätzen, so nennen diese meist niedrigere Werte.

MOTOR-TALK bietet auch den Automobil-Herstellern die Möglichkeit, sich einzubringen. Denn laut Kedor reduzieren aktuell noch zu viele Firmen Social Media nur auf Facebook. Oft ist dort dann als Dialog getarnte Werbung zu finden. Der (potentielle) Kunde wird nicht einbezogen. So bleiben 90% der Potentiale, die das Social Web bietet ungenutzt. Denn die Kunden wollen Produkte, die mit ihnen wachsen, die sich nach ihnen richten.

Für den Bereich, in dem sich die Hersteller präsentieren können fragt MOTOR-TALK seine User, was sie sich wünschen. Hier stehen an den ersten drei Stellen Beantwortung von Fragen durch Experten, eigene Unter-Foren, in denen sich die Hersteller selbst engagieren und ein Ort für Lob, Kritik und Anregungen, in dem der Hersteller darauf reagieren kann. Die Nutzer wünschen sich also in erster Linie einen Markendialog, der von Ihnen ausgeht.

Mit der Einladung von 30 Interessierten zu persönlichen Gesprächen und Präsentation beim Hersteller hat VW mit dem neuen Passat schön vorgeführt, wie das funktionieren kann. Wenn man aber bedenkt, dass sich dafür 5000 Personen beworben haben kann das nur der »Zuckerguss auf dem Kuchen« sein, so Kedor. Die Hauptkommunikation muss online sein. Hier kann noch viel getan werden. 94% der Autokäufer recherchieren vor dem Kauf online – durchschnittlich bei 18 unterschiedlichen Quellen.

Das Beste oder nichts: Alle Online-Inhalte sollen mobil erreichbar sein.

Olaf Schmitz auf der Social Media Night

Olaf Schmitz auf der Social Media Night

Olaf Schmitz, Leiter Digitale Produktkommunikation und Mobile Marketing Mercedes-Benz Cars beschreibt in seinem Vortrag, wie Mercedes-Benz neue Maßstäbe im Social Web setzt. Seit die Mobiltelefone die Möglichkeit bieten, nutzt sie Mercedes-Benz, um Kampagnen zu fahren. Schon 2007 wurde die erste Für Mobiltelefone umgesetzt – 2008 entstand die erste App. Mittlerweile gibt es über 100 Apps von den unterschiedlichsten Bereichen des Unternehmens – koordiniert und kontrolliert werden sie durch das Headquarter.

Das Handy ist mittlerweile Alltagsgegenstand – laut einer Umfrage haben 91% der Erwachsenen ihr Smartphone 24/7 griffbereit. Es liegt während dem Schlaf auf dem Nachttisch bereit, damit man morgens vor dem Aufstehen auf Facebook nachsehen kann, was die Welt einem zu erzählen hat. Mercedes-Benz hat sich das Ziel gesetzt alle Online-Inhalte auch für Mobilgeräte verfügbar zu machen – immer in der optimalen Ansicht. Seit 2012 wird daran gearbeitet die Webseiten, Kataloge und Konfiguratoren für Smartphones, Tablets und On-Board-Geräte in über 35 Märkten fit zu machen. Der Konfigurator soll schließlich auch gut aussehen, wenn ihn der BMW-Fahrer in seinem Wagen auf dem Board-Computer aufruft.

10% der Gesamttraffics auf den Seiten von Mercedes-Benz kommt mittlerweile von Mobilgeräten. Die Seiten funktionieren bzw. sind optimiert für rund 890 unterschiedliche Devices. Viele Kampagnen werden auf mobile Nutzung ausgelegt. Zur IAA wurde eine reine Mobil-Kampagne konzipiert. Zusätzlich zu der Optimierung für mobil werden alle Social Media Kanäle angesteuert und mit Inhalten gefüttert. Denn: die Kinder, die jetzt mit dieser Technik groß werden sollen sich mit 18 ihr Auto online kaufen können, so Schmitz. Benchmark für dieses Ziel ist die Ebay Mobile App: hier wird jede Sekunde ein Produkt verkauft, jede Minute ein Paar Damenschuhe, alle zwei Minuten eine Damenhandtasche und alle 10 Minuten ein Gebrauchtwagen.

Best-of Cannes Lions 2013 – das weltgrößte Werbefilmfestival. Eine Zusammenfassung.

Lukas Pierre Bessis, Geschäftsführender Gesellschafter und Matthias Berzel, Creative Planner BPPA Bessis Pink Pony Advertising berichten von den neuen Trends aus Cannes und zeigen einige der Preisträger.

Highlights aus Cannes

Highlights aus Cannes

Den Start macht Lukas Pierre Bessis mit einem Einstieg in die Welt der Werbung. Die Welt verändert sich und damit auch die Kommunikation und Werbung. Werbung war in den Anfängen von 1929 bis 1959 meist Information und Education, 1960-1995 wurden daraus Awareness und Seduction – man musste sich von der Konkurrenz abheben – 1996-2009 standen dann Digital und Fragmentation im Vordergrund. Mit der Wirtschaftskrise kam es zu einem Umdenken und so sind heute vier Trends erkennbar: die Bürgerbewegung – die Menschen haben ihre Mündigkeit entdeckt und nutzen diese, die Nachhaltigkeit – bewusster Umgang mit Ressourcen, die Globalisierung – zum einen Cocooning und auf der anderen Seite Global Village und schließlich die Digitalisierung. Diese Trend beeinflussen Gesellschaft, wie auch Unternehmen. Aus der Digitalisierung resultiert mehr Vernetzung und mehr Transparenz – dadurch aber gleichzeitig auch mehr Verantwortung und mehr Abhängigkeit.

Wir leben in einem Age of Brand Networks. Die Frage ist: »Wie kann ich mich mit meiner Zielgruppe nachhaltig vernetzen?« Auch hier steht aber wieder das Warum? im Vordergrund. Dieses Denken fließt ein in die aktuellen Marketingstrategien. Es geht um Values, Platform Thinking und Innovation. Values: der Konzern sieht nicht den Konsumenten, er sieht den Menschen mit seinen Wünschen und Bedürfnissen. Coca-Cola zum Beispiel hat aktuell die erste Cola mit Stevia und Bio-Zucker und biologisch angebautem Koffein in einer Flasche, die zu 30% aus nachwachsenden Rohstoffen besteht in Argentinien gelauncht. Coca-Cola life. Platform Thinking: Bespielung aller möglichen Kanäle. Ein gutes Beispiel ist Nike mit dem Runners Network, Nike ID oder Nike+. Innovation: ausbrechen aus dem Schubladendenken. Alle Abteilungen sollen in Real Time miteinander zu allen Themen kommunizieren, damit Innovationen geschaffen werden können.

Zum Abschluß zeigt Matthias Berzel noch einige der Gewinner-Spots und -Kampagnen, von denen ich hier ein paar mit kurzen Beschreibungen zeigen möchte. Einen ausführlichen Bericht zu den Awards findet man demnächst auch auf dem Blog von BPPA.

Dove – Real Beauty Sketches

Oreo 100th Birthday – The Daily Twist

Oreo – Life Raft
http://www.youtube.com/watch?v=fLUSv-JBxos

IBM – Smart ideas for smarter cities

Dela – Why wait until it’s too late? Say something wonderful today.

Metro Trains, Melbourne – Dumb ways to die

Wem der Ohrwurm nicht reicht – hier gibt es die iPhone App …

Ach ja: wie üblich gibt es auch wieder einen Storify von der Stuttgarter Zeitung.

Fünf SEO-Tipps für KMUs mit kleinem Budget

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Fünf SEO-Tipps für KMUs mit kleinem Budget

Was muss ich denn tun, damit man mich in Google besser findet? Wenn ich nach HuberSchusterMaier GmbH Musterhausen suche, komm‘ ich gleich auf der ersten Seite. Aber wenn ich nach »Pflasterarbeiten Musterhausen« suche, kommt meine Seite nicht einmal auf den ersten 10 Seiten.

So oder so ähnlich klingt es, wenn sich der Chef eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens Gedanken über seine Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Google macht. Die erste Frage ist dann immer: »Was kann ich denn tun, damit ich auf dem ersten Platz stehe?« Noch bevor man Zeit für eine passende Antwort findet, wird dann direkt die nächste Frage hinterher geschoben »Muss ich dafür jetzt tausend mal am Tag auf meine Anzeige klicken?«

Vorab: Die Antwort auf die zweite Frage lautet: nein. Denn erstens handelt es sich bei den Suchergebnissen (zumindest bei den nicht bezahlten, sogenannten organischen Suchergebnissen) um keine Anzeige sondern algorithmisch berechnete Suchergebnisse und zweitens wird deren Position nur bedingt durch Klicks verbessert. Warum sich der bereits mehrere Jahre alte Mythos, die Platzierung einer Seite sei durch Klicks beeinflussbar, noch immer so tapfer hält, ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel. Fakt ist jedenfalls, dass Google tatsächlich auch die Klicks auf die unterschiedlichen Ergebnisse auswertet und dementsprechend mit den Positionierungen spielt – also mal Seite B auf der ersten Position anzeigt und mal Seite A. Sind die Seiten ansonsten ähnlich gut aufgestellt, spielt die Klickrate tatsächlich eine Rolle. Dass sich eine Seite jedoch rein durch Klicks auf das jeweilige Suchergebnis auf den ersten Platz »klicken« lässt, ist ein Mythos.

Doch zurück zum Thema. Was kann Hans Maier tun, damit seine Website für die für ihn wichtigen Begriffe besser gefunden wird? Auf diese Frage möchte ich im Rahmen dieses Artikels etwas genauer eingehen.

1. Keyword-Recherche: Die richtigen Begriffe ermitteln

Zunächst müssen die richtigen Begriffe ermittelt werden, für die das Unternehmen bzw. die Website später gefunden werden soll. Man spricht dabei von Keywords. Dazu sollte sich der Geschäftsführer des Unternehmens bzw. der Mitarbeiter, der mit der Optimierung der Seite beauftragt wurde, zunächst folgende Fragen stellen:

  • »Für welche Begriffe möchten wir gefunden werden?«
  • »Für welche Begriffe haben wir den besten Inhalt?«

Diese Begriffe sollten dann zunächst in einer Liste gesammelt werden. Häufig handelt es sich dabei um Begriffe, die zwar technisch/fachlich korrekt sind, bei welchen es sich jedoch um sehr spezielle Fachbegriffe handelt, die dem Laien nicht bekannt sind. Folglich wird von der eigentlichen Zielgruppe (dem Kunden) möglicherweise gar nicht danach gesucht.

Ein sehr prominentes Beispiel für ein solches Keyword ist der Begriff »Kommunikationsagentur«. Früher ging man zu einer Werbeagentur, um sich Briefpapier, Visitenkarten, Flyer etc. erstellen zu lassen. Irgendwann kamen diese Agenturen jedoch auf die Idee, der eigentlich korrekte Begriff für ihre Dienstleistungen sei Kommunikationsagentur. Jede Werbeagentur, die etwas auf sich hielt, folgte schließlich diesem Trend und ersetzte auf sämtlichen Werbematerialien (und dazu zählt natürlich auch die Internetseite) den Begriff »Werbeagentur« durch den Begriff »Kommunikationsagentur«. Und alle waren wieder glücklich. Die Problematik an dieser Umbenennungsaktion war, dass die Agenturen nicht bedacht hatten, dass sich der Begriff »Werbeagentur« über Jahre (vielleicht sogar Jahrzehnte) hinweg eingebürgert hatte. Der Begriff »Kommunikationsagentur« hingegen war kaum jemandem bekannt. Dementsprechend große Unterschiede bestanden zwischen dem Suchvolumen für »Werbeagentur« und dem für »Kommunikationsagentur« (siehe Grafik).

Dieses Beispiel soll aufzeigen, dass es bei der Suchmaschinenoptimierung nicht immer günstig ist, das fachlich korrekte Keyword zu verwenden. Nicht selten ist dem Laien eine bestimmte Dienstleistung oder ein bestimmtes Produkt unter einem anderen (»eingebürgerten«) Namen bekannt. Dies gilt es im Zuge einer Keyword-Recherche herauszufinden.

Google Trends: Werbeagentur (blau) vs. Kommunikationsagentur (rot)

Google Trends: Werbeagentur (blau) vs. Kommunikationsagentur (rot)

 

Notieren Sie sich daher alle Wörter, für die Sie gefunden werden möchten. Anschließend geben Sie diese Wörter bei Google ein und sehen sich die verwandten Suchanfragen an (mittlerweile am Ende einer jeden Suchergebnisseite zu finden) und erweitern Ihre Liste mit eben diesen Begriffen. Auch die Vorschlagsfunktion (Google Suggest) kann als Inspiration für neue Suchbegriffe/Keywords verwendet werden. Tragen Sie dazu ein Wort nach dem anderen in das Eingabefeld bei Google ein und notieren Sie sich die von Google gemachten Vorschläge (siehe Screenshot).

Google Suggest: Suche nach Werbeagentur

Google Suggest: Suche nach Werbeagentur

Weitere Keywords erhalten Sie beispielsweise auch in Google Trends, indem Sie eines der Keywords eintragen und sich die verwandten Begriffe ansehen. Dort lässt sich übrigens auch der zeitliche Verlauf des Suchinteresses einsehen. Die oben verwendete Grafik zeigt beispielsweise sehr eindrucksvoll, dass das Suchinteresse nach »Werbeagentur« in den letzten Jahren stark nachgelassen hat – allerdings noch immer deutlich höher ist als das nach »Kommunikationsagentur«.

Am Ende erhalten Sie eine umfangreiche Liste mit vielen potentiellen Keywords. Nun gilt es die für Sie richtigen Keywords zu ermitteln. Dazu verwenden Sie beispielsweise das Google AdWords Keyword-Tool.

Hinweis: Das Programm wird in wenigen Monaten eingestellt. Google rät deshalb auf den Keyword Planer umzusteigen. Wir beschränken uns im Rahmen des Artikels jedoch auf das AdWords Keyword Tool und werden den Beitrag zu gegebener Zeit anpassen.

Dort sollten Sie zunächst die Übereinstimmungstypen von »Weitgehend« auf »[Exakt]« stellen, um möglichst exakte Werte zu erhalten. Anschließend tragen Sie die komplette Liste aller Keywords in das Feld »Wort oder Wortgruppe« (ein Keyword pro Zeile) ein und senden die Anfrage ab. Sie erhalten für jedes Keyword den Wettbewerb, das monatlich globale Suchvolumen, das monatlich lokale Suchvolumen und sofern gewünscht noch weitere Werte wie den durchschnittlichen Klickpreis (CPC). Außerdem erhalten Sie eine Liste mit sogenannten »Keyword-Ideen«. Dabei handelt es sich um Begriffe, die von Google mit Ihrer Eingabe in Verbindung gebracht werden – also ähnliche bzw. verwandte Suchbegriffe. Diese sollten Sie sich genau ansehen und Ihre Liste damit gegebenenfalls ergänzen.

Im nächsten Schritt laden Sie sich diese Liste herunter und öffnen Sie in Excel. Dort haben Sie dann die Möglichkeit mit den Zahlen herumzuexperimentieren. Beispielsweise hat Keyword A zwar ein deutlich niedrigeres Suchvolumen als Keyword B, jedoch auch deutlich weniger Wettbewerb. Es könnte sich also durchaus lohnen die Seite für Keyword B zu optimieren, da hier aufgrund des niedrigen Wettbewerbs die Chancen auf eine gute Platzierung deutlich höher sind als bei Keyword A. Hier kann man also ein wenig taktieren und herumspielen.

Hinweis: Die Daten beziehen sich auf Google AdWords, also auf die kostenpflichtigen Werbeanzeigen. Zahlen für die organischen Suchergebnisse (SEO) gibt es leider nicht – zumindest keine offiziellen. Man kann aber davon ausgehen, dass sich die SEO-Zahlen in etwa ähnlich verhalten.

2. Unique Content: Content is King

So abgedroschen dieser Spruch mittlerweile klingen mag: Content is King. Soll heißen: Ohne Content geht’s auch 2013 nicht. Wenn wir von Content sprechen, sprechen wir insbesondere von Texten. Denn auch 2013 ist Text noch immer der Bestandteil einer Website, den Google & Co. am besten verstehen kann. Jeder der für bestimmte Begriffe gefunden werden möchte, sollte deshalb zu jedem einzelnen dieser Begriffe einen aussagekräftigen Text verfassen. Die Texte sollten zunächst jedoch nicht nach SEO-Kriterien verfasst werden, sondern so, dass sie sich angenehm lesen lassen. Dinge wie Keyworddichte und andere SEO-Mythen sollten komplett ausgeblendet werden. Wichtig ist, dass sich der Text gut liest.

Natürlich sollte das Keyword, auf welches der Text optimiert wird, später an strategisch sinnvollen Stellen platziert werden. Aber dazu weiter unten mehr.

3. 1:1-Zuordnung: Ordnung muss sein

Google liebt Unique Content, also einzigartige Inhalte. Das macht natürlich auch Sinn, denn niemand möchte bei seiner Recherche auf immer den gleichen Text stoßen. Deshalb sollten Ihre Inhalte stets einzigartig sein – also in dieser Form nur auf Ihrer Website veröffentlicht werden.

Aber auch auf Ihrer eigenen Seite sollten Sie keine doppelten Inhalte (sogenannten Duplicate Content) züchten. Das bedeutet im Klartext: Jede Seite sollte auf genau ein Keyword optimiert werden. Umgekehrt gilt: Für jedes Keyword sollte nur jeweils eine Seite existieren.

Zurück zu unserem Beispiel: Hans Maier möchte unter anderem für »Pflasterarbeiten Musterhausen« gefunden werden. Folglich sollte er eine Unterseite zum Thema »Pflasterarbeiten« erstellen und diese auf eben dieses Keyword optimieren (siehe 4. Keyword-Targeting). Wichtig dabei ist, dass er keine zweite Seite zu diesem Keyword erstellt. Ist es aus technischen oder redaktionellen Gründen nötig, mehrere Seiten auf ein und dasselbe Keyword zu optimieren, sollte in jedem Fall durch eine klare interne Verlinkung dafür gesorgt werden, dass Google erkennt, bei welcher Unterseite es sich um die Hauptvariante handelt. Das bedeutet im Klartext: Alle anderen Varianten sollten im Text mit dem jeweiligen Keyword auf die Hauptvariante verlinken.

4. Keyword-Targeting: Jede einzelne Seite muss auf das jeweilige Keyword optimiert sein

Wie unter Punkt 3 1:1-Zuordnung beschrieben, sollte jede Unterseite auf das jeweilige Keyword optimiert werden. Das bedeutet: Das Keyword sollte an folgenden Stellen verwendet werden:

  • im Title-Tag (möglichst weit vorne),
  • in der Meta-Description,
  • in der Headline (am besten in der <h1>oder der <h2>-Überschrift) und
  • mehrmals im Text (am besten einmal am Anfang, ein- oder mehrmals in der Mitte und einmal am Ende des Textes).

Durch die konsequente Verwendung des Keywords an den beschriebenen, strategisch wichtigen Stellen wird Google signalisiert, für welchen Suchbegriff diese eine Seite das richtige Ziel ist. Wer sich jetzt fragt, ob es ein Tool gibt, welches bei der Optimierung von Texten unterstützt, dem sei der Contentman empfohlen. Nachdem alle Felder ausgefüllt wurden, zeigt der Contentman eine sogenannte Snippet-Vorschau, also wie das Suchergebnis später bei Google aussehen könnte. Außerdem gibt eine Tabelle Aufschluss darüber, ob das Keyword an den strategisch wichtigen Stellen verwendet wurde. Probieren Sie’s aus!

Weitere Informationen darüber, wie der Title-Tag oder die Meta-Description aufgebaut sein sollte, finden Sie im ersten Teil unserer SEO Check-Serie.

5. Backlinks: Empfehlungen von außen

Neben den eigentlichen Inhalten benötigt eine Website außerdem einige »Empfehlungen von außen«. Gemeint sind damit sogenannte »Backlinks«, also Hyperlinks, die auf anderen Webseiten gesetzt werden und die zu optimierende Seite verlinken. Stark vereinfacht lässt sich sagen: Je mehr »fremde« Webseiten eine Website verlinken, desto wichtiger bzw. relevanter ist die verlinkte Seite. Es gilt also möglichst viele solcher Backlinks auf die eigene Firmenwebsite zu erhalten. Die Frage die man sich dabei stellen muss ist folgende: Wie motiviere ich fremde Webmaster, meine Inhalte/Seiten zu verlinken? Ist man Betreiber der Wikipedia, der Süddeutschen Zeitung oder anderer großer Seiten, die regelmäßig hochwertige Inhalte erzeugen, ist das kein großes Problem. Diese Seiten erhalten täglich eine Vielzahl neuer Links. Hans Maier, unser Handwerker um die Ecke, tut sich allerdings schwer Inhalte bereitzustellen, die für andere Seitenbetreiber so interessant und einzigartig sind, dass diese freiwillig darauf verlinken. Aus diesem Grund bedarf es einer gewissen Portion Kreativität. Wer wäre wohl bereit auf mich zu verlinken? Hier ein paar Ideen:

  • Gemeinden/Städte: Insbesondere kleine Gemeinden oder Städte verfügen häufig über ein Firmenverzeichnis, welches alle ansässigen Firmen listet. Ein Link aus einem solchen Verzeichnis ist in der Regel sehr leicht zu bekommen (vorausgesetzt Sie haben Ihren Firmensitz vor Ort). Außerdem erhalten Sie mit etwas Glück sogar den einen oder anderen Besucher darüber.
  • Partner, Lieferanten, Zulieferer: Jedes Unternehmen verfügt in der Regel über ein Netzwerk an Partnern, Lieferanten und Zulieferern. Nutzen Sie dieses Netzwerk aus und bitten Sie Ihre Partner um einen Link auf Ihre Website!
  • Sponsoring: Häufig besteht die Möglichkeit, den örtlichen Sportverein mit Trikots oder Bandenwerbung auszustatten. Jeder Sportverein hat mittlerweile auch eine eigene Homepage und meist eine Unterseite auf der die Partner gelistet und verlinkt werden.

Doch Vorsicht: Google reagiert in letzter Zeit sehr launisch auf unnatürlich wirkende Linkprofile. Aus diesem Grund sollte beim Aufbau von Backlinks sehr vorsichtig vorgegangen werden. Was dabei beachtet werden muss und wie ein natürliches Linkprofil aussehen sollte, beschreiben wir im siebten Teil unserer SEO Check-Serie im SEO Book.

Fazit:

Dieser Artikel soll aufzeigen, welche Bereiche der Suchmaschinenoptimierung auch für KMUs mit kleinem Budget umgesetzt werden können. Mit den vorgestellten Vorgehensweisen und Tools lassen sich insbesondere bei weniger umkämpften Begriffen (z. B. Pflasterarbeiten Musterhausen) bereits sehr gute Ergebnisse erzielen. Sollten Sie an einen Punkt kommen, an welchem Sie nicht weiter kommen oder eine Frage haben … helfen wir selbstverständlich gerne weiter.

Wer hat Angst vorm weißen Blatt?

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ADC Young Masters

Das ADC Young Masters Seminar »Kreativtechniken und Ideenfindung« hilft Kreativen eingefahrene Arbeitsroutinen aufzubrechen und zeigt methodische Wege hin zu der einen, großen Idee. 

Mitte Juni hatte ich mal wieder das Vergnügen, an einem Young Masters Seminar des ADC teilnehmen zu können. Letztes Jahr war ich bereits beim zweitägigen Workshop »Konzeption« in Hamburg und am 20./21. Juni 2013 verschlug es mich nun gemeinsam mit zwei Kolleginnen der Werbeagentur querformat nach Berlin zu »Ideenfindung und Kreativtechniken«. Ausgelegt war das Seminar für Junior- bis Senior-Texter sowie Art Direktoren & Marketing-/Werbe-Entscheider mit ca. drei Jahren Berufserfahrung. Veranstaltungsort waren die sehr coolen und trotzdem irgendwie gemütlichen »heiligen Hallen« von Scholz & Friends. Das Beste vorweg: Auch als Alt-Kreative aus der Provinz muss man sich beim YOUNG Masters keinesfalls fehl am Platz vorkommen. Die Mischung der Leute geht von jung bis alt und die Teilnehmer stammen sowohl aus großen als auch aus kleinen Agenturen. Ein bunt gemischter Haufen also.

Völlig losgelöst

Los ging es Donnerstagmorgen um 10:00 Uhr (faire Anfangszeit!) mit einem kleinen Tänzchen. Kein Scheiß! Aber dank eines irrwitzigen Begleitvideos machte das auch noch Spaß. Danach sollten wir uns in einem einzigen knackigen Satz vorstellen, gleich darauf noch die peinlichste Geschichte des Lebens erzählen und hoppla, schon war eine Atmosphäre geschaffen, in der es sich kreativ sein ließ. Das mag jetzt albern klingen, aber es ist so wahr: Erst wenn dir nichts mehr unangenehm ist, bist du frei genug, um einen effizienten Kreativprozess in Gang setzen zu können. Schüchternheiten und Hemmungen sind in diesem Teil des Werberjobs fehl am Platz.

Enthemmt wie wir nun waren, stellte uns Seminarleiterin Nicole Höfer-Wirwas, ihres Zeichens ADC-Jurymitglied und Trainerin bei Boost Seminare, einige Kreativtechniken vor. Allerdings gleich mit der Einschränkung, dass nur zwei davon wirklich häufig in der Praxis angewendet werden: die Galeriemethode und das Brainstorming. Danach verbrachten wir einige Zeit damit, uns auf unseren Praxispartner und sein Projekt vorzubereiten. In unserem Fall ging es um ein Socialprojekt, für das wir gegen Ende des ersten Tages in Zweierteams erste Ideen spinnen durften. Am zweiten Tag wurden die Ideen verdichtet und der gesamten Gruppe präsentiert. Gegen Ende des Seminars ging es dann darum, die beste Idee herauszupicken und diese auf einem Din A4 Blatt kurz und knapp unserem »Kunden« zu präsentieren.

Fazit

Die Veranstaltung gibt definitiv neue Impulse, zeigt Auswege aus kreativen Sackgassen und gibt Tools an die Hand, mit Hilfe derer es sich effektiver Brainstormen lässt. Etwas schade war, dass die anderen, nicht so populären Techniken vorschnell unter den Tisch fielen und erst gar nicht ausprobiert werden konnten – was jedoch auch dem engen Timing geschuldet war. Die Seminarleitung war sehr professionell und gab uns ausreichend Gelegenheit für individuelle Fragen. Gut waren zudem die ständigen Wechsel zwischen Input- und Workshop-Phase sowie die große Anzahl an veranschaulichenden Cases. Alles in allem also Daumen hoch! Das war sicher nicht das letzte ADC Young Masters Seminar, das ich besucht habe.