Inhalte in den sozialen Netzen richtig streuen – SMED ’12

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Mein Content und ich. Ich und mein Content. Scheinbar sind wir ganz allein. Warum aber ist das überhaupt so? Ganz einfach: It’s a jungle out there!

Curt Simon Harlinghausen und Thomas Hutter haben bei ihrer Eröffnungspräsentation am zweiten Tag der Social Media Economy Days darüber gesprochen, was die Probleme in diesem Bereich sind und Vorschläge aufgeführt, wie man dagegen arbeiten kann.

Einfach viel zu viel

Zunächst einmal gibt es ein ganz elementares Problem: innerhalb Facebooks tummeln sich zu viele Anbieter. Für den einzelnen Nutzer sieht das ungefähr so aus:
Durchschnittliche 130 Freunde, 20 Gruppen und unzählige Direktnachrichten. Die Flut der Informationen an nur einem Tag ist enorm. Dazu kommen noch all die Likes, die einmal nach draußen verteilt wurden und nun zu fleißigem Brummen im Stream führen.

EdgeRank – sage mir wer du bist und ich sage dir was du siehst

Um dieser Flut Herr zu werden hat Facebook etwas eingeführt, das die Blogosphäre (nicht Facebook) »EdgeRank« nennt. Inhalte werden anhand von ca. 160 Faktoren vorsortiert. Je häufiger man mit einem Kontakt – also einem Freund, einer Seite etc. – in Verbindung tritt, desto wichtiger wird er von Facebook betrachtet. Zusätzlich dazu werden Posts mit Links, Bildern oder Videos stärker gewichtet als reine Text-Beiträge.

Aber nicht nur der Inhalt ist wichtig. Wie in den meisten Lebenslagen kommt es auf eines ganz besonders an: das Timing.

Es gibt immer wieder Erhebungen zu welchem Zeitpunkt man denn am besten Inhalte in sozialen Netzen streuen sollte. Die Folge daraus: alle machen es und über den Nutzer bricht wieder eine neue Flut herein. Sprich, in der nächsten Erhebung sehen die Zahlen wieder anders aus. Ganz persönlich würde ich daher empfehlen, einfach verschiedene Veröffentlichungspunkte auszuprobieren und anhand der Reaktionen aus meiner einen Zielgruppe den Redaktionsplan festzulegen.

Die besten Zeitpunkte für einen Facebook-Post sind momentan übrigens zwischen 10.00 und 11.00 sowie zwischen 18.00 und 19.00 Uhr.

Was tun?

Grundsätzlich gilt es aber ein Grundrauschen zu schaffen, also regelmäßig Inhalte anzubieten und kontinuierlich Themen zu genierieren.

Als Anhaltspunkte dienen:

  • Posts zwischen 100 und 250 Zeichen, da Texte nur gescannt aber nicht gelesen werden
  • Bilder und Videos als sogenannten Catcher benutzen
  • Google Trends durchstöbern und mit den Fans über aktuelle Themen reden
  • Fans aktiv einbinden und auch mal Geschichten erzählen lassen
  • Menschen lieben es gefragt zu werden (hier muss ich anfügen, dass in einem späteren Vortrag dieser Aussage widersprochen wurde, da angeblich Umfragen, etc. keine nennenswerten Auswirkungen auf die Interaktionswerte haben)
  • Posten wenn die Leute zuhören
  • Posten wenn die Konkurrenz schläft

Reichweite erhöhen

Um zusätzlich zu diesen »einfachen« Mitteln die Reichweite zu erhöhen, lassen sich außerdem bei Facebook Anzeigen schalten. Die Auswahl der Anzeigekriterien ist erschreckend (oder erfreulich?) hoch, schließlich lassen so ziemlich alle Vorlieben, Hobbys und sonstige Infos heranziehen – der User selbst liked ja an jeder Ecke.

Neben den Anzeigen funktionieren neue Facebook-Features sehr gut. Der Nutzer möchte neue Dinge ausprobieren und wer ein früher Vogel ist und die angebotenen Features früh integriert kann von dieser Neugier profitieren.

Eine Sache übrigens noch zum EdgeRank: auf die Sichtbarkeit einer Seite wirken sich auch ihre Fans aus. Hat eine Seite also ein »schlechtes« Umfeld, kann es passieren, dass sie sich schwer tut neue Fans zu generieren.

Fazit

Grundsätzlich lässt sich zusammenfassen: wer regelmäßig Spaß und Abwechslung bietet, der schafft eine höhere Interaktion. Höhere Interaktion verbessert den EdgeRank. Ein besserer EdgeRank erhöht die Reichweite. Eine höhere Reichweite liefert mehr Fans. Mehr Fans erhöhen die Interaktion. Eine höhere … und so weiter.

Der Autor

Kommunikationsplaner und –gestalter, Blogger und mit einer Prise Social Media unterwegs im (mobilen) Netz.

2 Kommentare

  1. Schön pointiertes Fazit. Genauso ist es auch, man muss schlicht aufpassen, dass man die Leser nicht langweilt, ihnen keine redundanten oder belanglosen Informationen hinwirft und sich dann nicht kümmert. Wenn man das befolgt stehen die Zeichen gut, dass man Erfolg hat.

  2. So ist es, ich kann Lynn nur zustimmen. Dazu sollte man natürlich noch darauf achten, dass man seine Kontakte nicht zu spammt.
    Das Fazit kann man so unterstreichen und die Checkliste ist auch sehr gut, danke dafür! Grade Videos oder eingeblendete Bilder, sind sehr wirksam!

    Beste Grüße
    Rigo Dade

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